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Desinfektion

Die geschichtliche Entwicklung der Desinfektion

Der Mensch ist mit unterschiedlicher Intensität immer bemüht gewesen, der Ausbreitung von übertragbaren Krankheiten entgegenzuwirken. In der Geschichte der Völker war die Entwicklung der Hygiene den kulturellen Abstufungen unterworfen. Während z.B. die Römer und Griechen, selbst aus heutiger Sicht, in der Bäderhygiene, in der Trinkwasserversorgung und in der Abwasser- und Abfallbeseitigung erstaunliches geleistet haben, ist das Mittelalter allgemein durch einen deutlichen Verfall des Hygieneniveaus gekennzeichnet. Seuchenzüge der Pest, der Pocken, der Cholera, die Ausbreitung der Tuberkulose und die Verbreitung der Malaria haben sich verheerend ausgewirkt. In vielen Fällen wurden die Völker regional mehrfach dezimiert. Dies wurde als Schicksal, als Strafe Gottes hingenommen, bzw. es wurden bestimmte Bevölkerungsgruppen, die Macht der Dämonen oder der Fluch des Teufels dafür verantwortlich gemacht. Der Mensch ergab sich völlig hilflos diesem Schicksal. Ohne das Wissen um die mikrobiologischen Zusammenhänge wurden kranke Menschen eher instinktiv als bewusst außerhalb geschlossener Wohnsiedlungen isoliert. Für die Verbreitung der Krankheiten sind zudem Miasmen – also schlechte Luft – angesehen worden. Durch unterschiedliche Vorrichtungen, wie z.B. Schnabelmasken, versuchten die Menschen, sich vor dem Einatmen dieser "verdorbenen Luft" zu schützen bzw. sie bemühten sich, die Luft mit verschiedenen Duftstoffen und Essenzen, wie Kampfer, Knoblauch, Myrrhe, Riechäpfel, Schwefel, Sprossen von Nadelbäumen, Wacholderbeeren, Weihrauch, Zwiebeln u.a. zu verbessern.

Quelle: Schädler